Wenn die Tage kürzer werden, ist es umso wichtiger, die wenigen Sonnenstunden zu genießen.

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Da ich heute schon vor Sonnenaufgang im Büro war, konnte ich den Nachmittag für einen Spaziergang an der Isar nutzen.

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St. Maximilian wird von der Abendsonne angestrahlt.

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Bereits im Kindesalter wurde die Infantin von Spanien aus der spanischen Linie der Habsburger Margarita Teresa de Austria mit ihrem Onkel (und gleichzeitig Cousin!) Leopold I. verheiratet.

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Durch die Heiratspolitik der Habsburger, bei der ständig Ehen unter Blutsverwandten stattfanden, war bei ihm die sog. „Habsburger Unterlippe“ sehr ausgeprägt, so dass er im Volksmund scherzhaft „Fotzenpoldi“ genannt wurde 😉

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Auf der von ihm gestifteten Wiener Pestsäule wurde er vom Künstler sehr wirklichkeitsnah dargestellt.

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Die aus dieser Ehe stammende Tochter Maria Antonia wurde aus dynastischen Gründen mit dem Wittelsbacher Kurfürsten Max Emanuel verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn, der Kurprinz Joseph Ferdinand Leopold, war dadurch ein Erbe des spanischen Throns, starb aber leider bereits mit 7 Jahren – und Bayern hat es nicht geschafft, Kolonialmacht zu werden 😳

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Erst Leopolds 3. Ehefrau (seine Cousine 2. Grades!) Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg (1655–1720) schenkte ihm den  späteren Kaiser Karl VI., der als einziger Sohn das Kindesalter überlebte. In dessen Ära fällt der Höhepunkt der Kunst des Barock und er gelobte 1713 nach einem Pestjahr die Errichtung der von Johann Bernhard Fischer von Erlach erbauten Karlskirche in Wien.

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Besuchen kann man ihn sowie 11 weitere Kaiser, 19 Kaiserinnen und viele andere Mitglieder der Familie Habsburg in der Kapuzinergruft, deren Eingang dieses hübsche Detail schmückt.

„Honi soit qui mal y pense“ („Ein Schelm wer Böses dabei denkt“) 😉

Da mich die Geschichte der Wittelsbacher seit Jahren fasziniert, wurde es höchste Zeit, mich auch über die österreichische Verwandtschaft zu informieren.

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In der Schatzkammer der Wiener Hofburg begegnete uns Rudolf II. , der ein großer Förderer von Kunst und Wissenschaft war.

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Neben der Rudolfskrone (der späteren österreichischen Kaiserkrone) befindet sich hier der wichtigste Kronschatz aus dem Mittelalter: die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reichs mit der Reichskrone und der Heiligen Lanze.

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Wertvollste Juwelen, darunter einer der größten Smaragde der Welt, bezeugen die ehemalige Macht der Habsburger.

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Neben Kostbarkeiten des Ordens vom Goldenen Vlies galten zwei Objekte in früheren Jahrhunderten als so einzigartig, dass man sie zu „unveräußerlichen Erbstücken des Hauses Österreich“ erklärte: ein riesiger Narwalzahn, den man für ein Einhorn hielt, und eine spätantike Achatschale, die als der sagenumwobene Heilige Gral galt.

Nächstes Jahr kann ich ein rundes Jubiläum feiern: Dann sind es schon 40 Jahre, seit ich hier in München lebe!

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Als ich im Sommer 1978 vom Chiemgau in die Großstadt kam, war meine erste Unterkunft im Mädchenwohnheim St. Ermelinda in der Kaulbachstraße beim Englischen Garten.

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Ein Jahr später konnte ich endlich die erste eigene Wohnung an der Isar in der Au beziehen.

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Nach sieben Jahren lag dann das nächste Domizil in Obergiesing.

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Zum 10jährigen München-Jubiläum bin ich dann nach Neuhausen umgezogen.

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Danach zog es mich wieder zurück nach Schwabing – leider war im Suresnes-Schlösschen keine Wohnung frei … 😉

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Nach einem Intermezzo auf dem Land, in dem ich täglich 50 km mit dem Zug nach München pendelte, kam ich zurück nach München – diesmal in den schönen Stadtteil Bogenhausen.

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Und jetzt wohne ich schon wieder fast sieben Jahre in Oberföhring – wo wird es mich wohl als nächstes hinziehen? 🤔

Da mich nicht nur Historisches sondern auch Irrationales fasziniert, begleite ich immer wieder gerne die Stadtspürer auf ihren abwechslungsreichen Spaziergängen.

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Unter dem Thema „Botschaften aus der Anderswelt“ erklärten gestern die Stadtspürer Christopher und Kirsten die mystischen Dimensionen des Alten Nördlichen Friedhofs.

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Dass man auf Friedhöfen Engeln begegnet – auch wenn es Ende des 19. Jahrhunderts ganz besonders schöne Exemplare gab – mag ja noch nicht verwundern.

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Wir erfuhren auch vieles über das Leben der Persönlichkeiten, an die mit solch ausdrucksstarken Grabdenkmälern erinnert wird.

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Ganz besonders interessant wird es dann bei Grabdenkmälern mit Hinweisen auf die griechische Mythologie wie hier mit Orpheus und Euridyke.

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Einen weiteren Bezug zu der Symbolik und den mystischen Zeichen der Grabdenkmäler erläuterte Kirsten als Tarot-Expertin anhand ihrer Karten.

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Am Ende bekamen wir auch noch eine persönliche Botschaft mit auf den Nachhauseweg … es war wie immer sehr faszinierend! Wer es verpasst hat, muss sich allerdings bis ins Frühjahr gedulden. Dann spazieren die Stadtspürer wieder über den Alten Südlichen Friedhof .

Bevor an diesem Wochenende die Herbststürme eingesetzt haben, konnte man vergangene Woche noch ein Sonnenbad auf den Stufen der Glyptothek genießen.

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Der überlebensgroße Kopf des Kaisers Augustus weist auf die Ausstellung Charakterköpfe – Griechen und Römer im Porträt hin, die noch bis 14. Januar zu besichtigen ist.

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Das ist genau das richtige Ziel, um sich im Winter ein paar Stunden in den warmen Süden zu träumen … 😎

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Bei unseren Wanderungen – oder sagen wir lieber Spaziergängen – haben wir immer wieder Esskastanien(schalen) gefunden, aber wir mussten uns noch gedulden, denn das berühmte „Törggelen“ findet fast nur an den Wochenenden statt.

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Am Samstag war es dann aber endlich soweit, doch bevor wir die „Keschtn“ mit einem guten „Weinderl“ genießen konnten, mussten wir uns den Weg zur Wirtschaft natürlich erwandern.

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Entlang von Obstgärten und unter Kastanienbäumen führte der Weg zur Burg Greifenstein, die ich mir aber nur aus der Ferne betrachtete 😉

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Zwischen unserem Standort und der Burg befand sich nämlich ein steiler Graben, den ich lieber Wanderern mit einer besseren Kondition überließ 😳

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So nahmen wir einen gemütlicheren Weg zum Gasthof Noafer, wo wir unsere lang ersehnten Keschtn (mit Südtiroler Speck und einem guten Magdalener) genießen durften.

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Ein weiteres Highlight an diesem traumhaften Tag war dann noch der Besuch der romanischen Kirche St. Helena bei Deutschnofen.

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Sowohl die außergewöhnlichen Fresken als auch die fantastische Lage sind absolut sehenswert! 👍

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Am Sonntag ging’s dann nach einer sehr erholsamen und abwechslungsreichen Woche zurück nach München – Jenesien, i mog di! ❤️

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