J wie Jahreszeiten


Nach fast einem Jahr Pause hab ich beschlossen, den Blog nun doch wieder mit Leben zu füllen.

Vielleicht gelingt mir ja mit diesem Blick aus dem Bürofenster ein neues „Monatsfoto“? Das Gebäude ist übrigens die nun nach etwa drei Jahren Bauzeit fertiggestellte Siemens-Konzernzentrale, die mich mit ihren schiefen Wänden architektonisch nicht überzeugt.

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Das Foto ist am 20. Januar um 17:00 Uhr entstanden und zeigt, dass es hier in München deutlich länger hell ist als in nördlichen Gefilden wie in Hamburg und Berlin, wo die Sonne schon um 16:30 Uhr untergegangen ist. Astronomen unter meinen Leser  können mir den Grund dafür sicher erklären!

 

 

 

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Während wie jedes Jahr am 2. Februar in den USA das „Murmeltier-Orakel“ befragt wird, um zu erfahren, wie lang der Winter noch dauert, freue ich mich, dass die Tage nun deutlich länger werden und ich nun morgens wieder bei Tageslicht zur Trambahn gehen kann.

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Die Rückkehr des Lichts feierten bereits die Kelten in vorchristlicher Zeit mit ihrem Fest „Imbolc“, das genau 40 Tage nach der Wintersonnenwende stattfand.

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Auch wenn der tägliche Weg zur Arbeit immer derselbe ist, so ändert sich im Jahresverlauf doch die Natur rundherum, was ich anhand dieses Fotomotivs festhalten möchte.

Bei unserem Neujahrs-Spaziergang haben wir einige „Montagsherzerl“ für Frau Waldspecht entdeckt, da der Neuschnee anscheinend Liebespaare magisch anzieht, sich dort zu verewigen.

Da mittlerweile schon wieder Tauwetter eingesetzt hat, dürften die Herzerl inzwischen geschmolzen sein – bleibt zu hoffen, dass die gegenseitigen Gefühle des Pärchens, das sich hier verewigt hat, noch etwas länger halten … 😉

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Bei traumhaftem Wetter starten wir in das neue Jahr mit einem Spaziergang zum Kloster Reutberg im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

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Natürlich waren wir nicht die einzigen Münchner Ausflügler, die an diesem herrlichen Tag das bayerische Oberland als Ziel gewählt hatten, so die Parkplätze am Bräustüberl bereits überfüllt waren.

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Wir fuhren deshalb weiter bis zum Friedhof in dem kleinen Dorf Sachsenkam, der sich als Ausgangspunkt für eine Wanderung rund um den Kirchsee anbietet.

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Der See hat erst eine hauchdünne Eisschicht, so dass die Schlittschuhläufer noch etwas Geduld brauchen.

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Das Bergpanorama im Hintergrund und der glitzernde Neuschnee sorgte für unzählige Fotomotive.

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Dieses Marterl am Weg erinnerte daran, dass es langsam Zeit zur Einkehr wurde.

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Das Maria Verkündigung geweihte Kloster wurde 1618 durch Johann Jakob und Anna von Papafava, Hofmarksherren von Reichersbeuern und Sachsenkam, zunächst als Kapuzinerinnenkloster gegründet, die Ordensmitglieder wechselten jedoch 1651 zu den Franziskanerinnen. Obwohl das Kloster 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde, blieben die Kirche und das Klostergebäude erhalten. 1835 erlaubte König Ludwig I. von Bayern die Wiedererrichtung des Klosters und die Einrichtung einer Mädchenschule, die von 1837 bis 1958 bestand.

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Da die im Jahr 1677 von den Franziskanerinnen gegründete Brauerei noch heute als Genossenschaft besteht, kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz … 😉

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Übersetzung: „Lieber verrenkt sich (der Bayer) den Magen, als dem Wirt was zu schenken“

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Inzwischen hatte sich der Himmel schon rosa verfärbt und es war merklich kühler geworden.

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Während der fast volle Mond schon aufgegangen war, stapften wir bei klirrender Kälte zurück zum Parkplatz – sche war’s! 🙂

image Wir haben das Jahr 2014 stilgerecht „obigschwoabt“ und Dank der geräuschvollen „herzigen“ Pfeiferl sämtliche böse Geister vertrieben … das neue Jahr kann kommen!

Ich wünsche all meinen Lesern Glück und Gesundheit – und falls ihr gute Vorsätze habt – viel Erfolg bei der Umsetzung! 🙂

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In der Barockzeit wurde Schloss Nymphenburg als reines Sommerschloss genutzt und fiel während der kalten Jahreszeit regelmäßig in einen Winterschlaf.

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Heutzutage nimmt spätestens nach dem Oktoberfest die Anzahl der Touristenbusse, die täglich das Schlossrondell anfahren, merklich ab, was aber den Schwänen und Gänsen figurtechnisch sicher gut tut … 🙂

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Doch nicht nur Wasservögel bevölkern den Park im Winter …

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… denn auf den stillen Spazierwegen begegnet man auch anderen Kreaturen.

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Im Gartenparterre der Schlossanlage ersetzen jetzt Schneemänner die barocken Götterfiguren, die in ihren Holzhäuschen warm eingepackt auf den nächsten Frühling warten.

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Im Schlosspark findet man nicht nur architektonische Schätze wie die im Rokoko-Stil erbaute Amalienburg, die dem Kurfürstenpaar als Jagdschlösschen diente, …

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… denn von diesem Balkon aus konnte die jagdbegeisterte Kurfürstin praktischerweise auf Fasane und anderes Niederwild schießen.

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Heute dient der Park nur noch der Erholung und dem Naturschutz wie diese Buche, die bereits als Naturdenkmal gekennzeichnet ist.

Wenn sich die Tage herbstnebelgrau auf die Stimmung schlagen und mir sogar die Lust am Bloggen vergeht, gibt es nur eine Lösung: Auf nach Spitzing!

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Denn genau am Spitzingsattel auf 1129 Metern Meereshöhe öffnete sich für uns die Nebelwand, so dass wir den strahlend blauen Gebirgssee in seiner ganzen Schönheit genießen konnten.

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Die Badesaison ist nun eindeutig zu Ende, …

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… denn nun hat die Zeit der Schneemänner begonnen!

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Da bleibt für den Erpel nur, vom vergangenen (oder nächsten?) Sommer zu träumen … 😉

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