V wie Verkehr


Während wie jedes Jahr am 2. Februar in den USA das „Murmeltier-Orakel“ befragt wird, um zu erfahren, wie lang der Winter noch dauert, freue ich mich, dass die Tage nun deutlich länger werden und ich nun morgens wieder bei Tageslicht zur Trambahn gehen kann.

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Die Rückkehr des Lichts feierten bereits die Kelten in vorchristlicher Zeit mit ihrem Fest „Imbolc“, das genau 40 Tage nach der Wintersonnenwende stattfand.

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Auch wenn der tägliche Weg zur Arbeit immer derselbe ist, so ändert sich im Jahresverlauf doch die Natur rundherum, was ich anhand dieses Fotomotivs festhalten möchte.

Während unseres Urlaubs konnten wir die Herzlichkeit und Gastfreundschaft unserer Schweizer Nachbarn erleben – und wie man an meinem heutigen „Montagsherzerl“ für Frau Waldspecht sieht, zeigt der Schweizer mit diesem Kfz-Nationalitätszeichen auch im Verkehr viel Herz … 😉

Leider wurde die Alpenregion von einem ausgeprägten „Tief“ heimgesucht, das uns mehr Regen- als Sonnentage bescherte und die Berge meistens in Wolken verhüllte.

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Ob es uns trotzdem gelungen ist, das Matterhorn zu sehen, verrate ich im Lauf der Woche, wenn alle Urlaubsfotos sortiert sind … 🙂

Da die Autobahn in Richtung Süden am Wochenende von den Weihnachts- und Silvesterurlaubern verstopft wurde, sind wir nur die 75 Höhenmeter auf den Fröttmaninger Berg gestiegen, um von dort die Aussicht in die Berge zu genießen.

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Während sich auf der Nordseite im Schatten noch hartnäckig der Raureif an den Blättern hielt …

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… glänzt diese Pflanze (deren Name ich leider nicht kenne) silbern in der Sonne.

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Das Windrad auf dem Gipfel beliefert ca. 1.000 Münchner Haushalte mit umweltfreundlichem Strom.

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Ganz links hinter der Frauenkirche ist die Zugspitze schemenhaft zu erkennen

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Das wegen seiner aufblasbaren Luftkissen-Außenwände auch als „Schlauchboot“ bezeichnete Stadion fasst 66.000 Zuschauer und wird bei Fußballspielen in den Vereinsfarben rot oder blau, je nachdem ob der FC Bayern oder 1860 München spielt, beleuchtet.

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Und neben quicklebendigen Eichhörnchen …

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… ist uns auch noch ein „zahnloser Drache“ für Ruthies „I see faces“ begegnet … 😉

Für das „Montagsherzerl“ bei Frau Waldspecht hab ich dieses Radl entdeckt, und mir überlegt, wofür die in die Speichen gesteckten Spielkarten gut sein sollen.

Will der Radlfahrer damit nur seine Hose vor Schmutzspritzern schützen oder macht er mit diesem „Speichenschmuck“ besser auf sich aufmerksam, damit er im Münchner Straßenverkehr im wahrsten Sinn des Wortes nicht „unter die Räder“ gerät?

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Aber vielleicht liest ja der/die EigentümerIn des Radls in meinem Blog mit und löst das Rätsel für mich auf? 😉

Da für kommende Woche schlechtes Wetter angekündigt wurde, zog es gestern halb München bei strahlend blauem Himmel in Richtung Berge.

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Mit Hilfe der Zahnradbahn, die bereits seit über 100 Jahren 1200 Höhenmeter hinauf zum Wendelstein überwindet, …

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… schafften auch wir Spätaufsteher es, noch bei Sonnenschein am Wendelsteinhaus anzukommen, das bereits dicht bevölkert war.

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Wir sind zwar nicht ganz so sportlich wie die waghalsigen jungen Männer, die von einem Felsen zum anderen auf fast 1.800 Meter Meereshöhe ihre Slackline gespannt hatten …

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… aber zumindest stiegen wir zum Gipfel mit seiner Wetterstation hinauf.

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Auf dem gut gesicherten Serpentinenweg ging es steil bergauf, …

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… so dass beim Blick ins Tal nicht ganz schwindelfreien Wanderern etwas mulmig wurde.

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Am Gipfel angekommen zogen immer dichtere Wolken aus dem Westen herüber,

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… und wir konnten nur erahnen, welche herrliche Aussicht sich uns auf dem Panoramaweg geboten hätte.

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Doch zumindest konnte ich die Blümchen am Weg fotografieren …

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… und durch die körperliche Anstrengung Kraft für die kommende Arbeitswoche tanken.

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Die Wochenaufgabe für „Magic Monday“ hieß diesmal „lebendig“.

Mir persönlich fiel die Umsetzung des Begriffes sehr schwer, da aber jeder, der diese Woche einen Beitrag dazu veröffentlicht, automatisch in den Lostopf geworfen wird, um einen der chicen Kameragurte von KlickKlickZoom zu gewinnen, wollte ich nicht kneifen … 😉

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Morgens auf dem Weg ins Büro kam mir dann der rettende Gedanke: richtig lebendig fühle ich mich beim Radeln, gleichzeitig soll das Foto aber auch ein Hinweis darauf sein, wie lebendig die Geschichte Münchens heute noch im Stadtbild ist. Obwohl Oberföhring bereits vor 100 Jahren nach München eingemeindet wurde, zeigt diese Säule für den Reisenden immer noch an, dass genau 5 Kilometer zwischen ihm und seinem Zielort liegen.

Bei der Suche nach einem „Februar-Gesicht“ für Ruthies Projekt „I see faces“, hat mich gestern zum ersten Mal im Leben die Notbremse in der U-Bahn „angeschaut“, obwohl ich seit über 30 Jahren fast täglich in München mit der U-Bahn unterwegs bin.

Am PC ist mir dann erst aufgefallen, dass man mit viel Fantasie sogar drei Gesichter auf dem Foto sieht – könnt ihr sie auch alle erkennen? 😉

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Beim Durchschauen alter Fotos habe ich diese Aufnahme gefunden, die bereits Geschichte ist. Im Oktober 2003 bot sich auf der Brücke in der Oberföhringer Straße noch dieses Bild auf den Effnerplatz und den Mittleren Ring. Damals staute sich der Verkehr in Richtung Osten und wälzte sich durch das Wohngebiet in der Parkstadt Bogenhausen.

Nach dem Bau des Effnertunnels mit der markanten „Mae West“ fließt der Verkehr nun ungehindert, dafür stauen sich die Autos nun in Richtung Westen vor der Einmündung der Ifflandstraße in den Isarring am Englischen Garten.

Ein Tunnel, der unter dem Park verläuft und damit gleichzeitig auch den Nord- und Südteil des Englischen Gartens wiedervereinigen würde, könnte die Situation sicher entschärfen, doch dafür fehlt bisher noch das nötige Kleingeld … 😦

… gab es bei der Sprengung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Grundstück des ehemaligen „Schwabinger 7“.

Bereits am Montagabend waren die Anwohner evakuiert worden, doch erst am Dienstag gegen 22:00 Uhr war im ganzen Stadtgebiet der laute Knall zu hören.

Durch die Druckwelle gingen nicht nur zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch, es entzündeten sich auch Dachstühle in der Umgebung bei der Explosion.

Ein herzlicher Dank an alle Einsatzkräfte, die dazu verhalfen, dass keine Personen zu Schaden kamen!

Für die Hüterin des Steinreichs und alle anderen, die gerne wissen wollen, wie’s im „Reich des steinernen Riesen“ ausschaut, zeige ich heute noch ein paar Fotos vom „Gipfel-Erlebnisweg“ auf dem Osterfelderkopf bei Garmisch-Partenkirchen.

Nur ein paar Minuten Gehzeit sind es zur neuen Aussichtsplattform AlpspiX, die ca. 1.000 Meter über der Höllental-Klamm schwindelerregende Ausblicke bietet.

Das „X“ im Namen deutet auf die beiden Stahlträger hin, die sich kreuzen, so dass man wirklich in alle Richtungen schauen kann – wenn man sich traut … 😀

Mich haben aber die blühenden Bergwiesen wesentlich mehr fasziniert als das ziemlich schwankende Stahlgitter, das einem durch die Glaswand das Gefühl gab, direkt in die Schlucht hinab zu fliegen.

Atemberaubend war dann auch der Abstieg, da wir zuerst die schwierige Variante über die „Ferrata“ eingeschlagen hatten … 🙂

Da kehrten wir doch lieber auf den „Genuss-Wanderweg“ zurück, der sich in gemütlichen Kehren ca. 400 Höhenmeter abwärts zur Kreuzeckbahn schlängelte.

(Die Fotos lassen sich durch Anklicken etwas vergrößern)

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