rostparade_logo Diese Weisheit, die vom Griechen Heraklit (ca. 500 J. v. Christus) oder von Charles Darwin (*1809 – 1882) stammt (die Quellen sind sich da nicht einig), passt wunderbar zu Frau Tonaris “Rostparade”, bei der wir an jedem Monatsultimo ein verrostetes Objekt zeigen.

Ob der Künstler damit die Vergänglichkeit von Parfum ausdrücken wollte, weiß ich nicht, aber der Flakon erinnert mich eindeutig an einen Duft, der mit den Buchstaben “CHAN” beginnt.

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Und alle München-Kenner dürfen wieder mal raten, wo ich das Motiv gefunden hab … :-)

Wenn sich die Tage herbstnebelgrau auf die Stimmung schlagen und mir sogar die Lust am Bloggen vergeht, gibt es nur eine Lösung: Auf nach Spitzing!

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Denn genau am Spitzingsattel auf 1129 Metern Meereshöhe öffnete sich für uns die Nebelwand, so dass wir den strahlend blauen Gebirgssee in seiner ganzen Schönheit genießen konnten.

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Die Badesaison ist nun eindeutig zu Ende, …

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… denn nun hat die Zeit der Schneemänner begonnen!

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Da bleibt für den Erpel nur, vom vergangenen (oder nächsten?) Sommer zu träumen … ;-)

Mein heutiges “Montagsherzerl” für Frau Waldspecht habe ich aus der Pfarrkirche St. Quirinus in Tegernsee mitgebracht, die bis 1803 Klosterkirche der bedeutendsten Benediktinerabtei Oberbayerns war.

Anlässlich ihres 1000jährigen Bestehens im Jahr 1746 wurde die Kirche im Stil der Barockzeit renoviert, doch nur ein halbes Jahrhundert später fiel das Kloster der Säkularisation zum Opfer.

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1817 kaufte König Max I. Joseph (reg. 1799-1825) die Reste der Anlage und ließ das ehemalige Kloster zur königlichen Sommerresidenz umbauen.

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Die königliche Familie zog viele weitere Besucher nach, die als “Sommerfrischler” ins Tegernseer Tal kamen, das bis heute eines der beliebtesten Fremdenverkehrsziele in Oberbayern ist.

Wie jedes Jahr grassierte auch heuer wieder die “Nach-Wiesn-Grippe” in München, die auch mich mit voller Wucht erwischt hat. Um die Erkältung schnell los zu werden, wird viel Bewegung an der frischen Luft empfohlen, und zwar am besten außerhalb der von Viren und Bakterien “verseuchten” Großstadt!

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Wir haben als Ziel den Tegernsee gewählt, der von München aus in einer halben Stunde zu erreichen ist.

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Beim Duft der letzten Rosen dieses Sommers kann man dort die Seele so richtig baumeln lassen.

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Die sonnigen Tage der letzten Wochen haben uns für den verregneten Sommer ein bisserl entschädigt.

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Sogar der Mohn blüht noch und will es nicht wahrhaben, dass der Sommer endgültig vorbei ist.

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Doch die Herbstfärbung hat in den Bergen schon längst begonnen und bringt das Dunkelblau des Tegernsees so richtig zum Leuchten.

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Dank eines neuen Stegs kann man nun ohne Verkehrsbelästung direkt am bzw. auf dem See entlang spazieren.

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Den Wasservögeln gefällt’s auch in der Herbstsonne.

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Welches Ziel wir zur Einkehr gewählt haben, lässt sich hier schon erahnen … ;-)

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Direkt am Seeufer mit eigenem Schiffsanlegesteg …

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… erheben sich die Türme der ehemaligen Benediktinerabtei.

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Wo ein Kloster ist, darf natürlich ein Bräustüberl nicht fehlen … schließlich soll man ja bei einer Erkältung viel trinken! :-)

In den historischen Gewölben des Alten Hofs bietet der InfoPoint mitten in der Altstadt allen Interessierten Informationen zu Bayerns Schlössern und Museen an.

Wie herzlich der Besucher dort empfangen wird, zeigt schon die Eingangstür, die ich heute als “Montagsherzerl” für Frau Waldspecht ausgesucht habe.

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P1050549 Die Blätter fallen,
fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln
ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten
fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen.
Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an:
es ist in allen.

Und doch ist Einer,
welcher dieses Fallen
unendlich sanft
in seinen Händen hält.

Mit diesen wunderbaren Worten hat Rainer Maria Rilke in seinem 1902 erschienene Gedicht nicht nur den Herbst beschrieben, sondern er vergleicht die Jahreszeit auch mit der Vergänglichkeit des Lebens.

Die Gedenktafel ist in der Ainmillerstraße 34 zu finden, wo er bis zu seiner Auswanderung in die Schweiz gewohnt hatte.

Dass sich der Schriftsteller und Lyriker bereits zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod auseinandergesetzt hat, zeigt sich daran, dass er sich selbst seine Grabstätte in Raron im Schweizer Kanton Wallis ausgesucht hat.

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Das Grab befindet sich an der Mauer der spätmittelalterlichen Kirche, die hoch über dem Ort auf einem Burghügel thront, …

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… und ist bereits von weitem mit guten Augen (oder einem ausreichenden Tele) zu erkennen.

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Bei diesem Motiv musste ich natürlich sofort an Kalles Katzen denken, aber es eignet sich natürlich auch als Beitrag für Veras Fenster;-)

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Die Fassade des im neoklassizistischen Jugendstil erbauten Mietshauses zieren Pilaster und fantasievoller Stuckdekor, und auch die Eingangstür kann sich sehen lassen. Es wurde 1899 vom Architektenduo Henry Helbig und Ernst Haiger entworfen und ist in Schwabing, in der Römerstraße 11 zu finden.

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