Zum 2. Advent zeige ich mal wieder ein kulinarisches “Montagsherzerl” für Frau Waldspecht, aber da die Vorweihnachtszeit eh schon kalorienreich genug ist, hab ich mich auf einen Auszug der Speisekarte beschränkt und ausnahmsweise mal nicht das Essen fotografiert … ;-)

Entdeckt hab ich diesen herzigen Adventskranz beim Steirer am Markt, wo österreichische Spezialitäten im Herzen von München serviert werden – und wer dem Link folgt, wird noch mehr Herzen entdecken … :-)

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Auch wenn das Schreiben heutzutage nicht mehr so anstrengend wie im Mittelalter ist, hat es jetzt doch zwei Wochen gedauert, bis ich endlich den geplanten Beitrag über einen Studientag zur Romanik in Regensburg veröffentliche.

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Da München zur Zeit des Frühmittelalters gerade erst gegründet war und damals zum Großteil aus Holzhütten bestand, muss man sich schon in eine der damals wichtigsten Metropolen Europas begeben, um romanische Bauten zu erkunden.

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Nicht nur Karl der Große und viele andere bedeutende Herrscher besuchten im Mittelalter die Stadt an der Donau, sie zog auch irische Wandermönche an, die über Schottland auf das Festland kamen und in Regensburg ihr Mutterkloster St. Jakob gründeten.

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Diese Reliefplastik zeigt den Mönch namens Rydan, der vermutlich tatsächlich gelebt hat und sich durch den Schlüssel als Baumeister oder Pförtner des Klosters ausweist.

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(Klick ins Foto zum Vergrößern

In keinem anderen Ort Deutschlands ist ein vergleichbares romanisches Portal erhalten, nur das benediktinische Kloster Santa Maria de Ripoll in Katalonien besitzt ein ähnlich kunstvolles Relief aus dem 12. Jahrhundert an seiner Eingangsfront.

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Die Figuren an dem als “Schottenportal” bekannten Relief am Eingang der Kirche sind heute nicht mehr leicht zu deuten, vermutlich handelt es sich um die Vorstellung von Himmel und Hölle …

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… und mythologische Tieren als Symbole der Todsünden.

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Eine noch ältere Geschichte hat das ehemalige Benediktinerkloster St. Emmeram, das seit Anfang des 19. Jahrhunderts der Familie Thurn und Taxis als Fürstensitz dient.

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In der Kirche sind noch drei Krypten aus dem 8., 10. und 11. Jahrhundert erhalten, die diesen Ort zu einem einzigartigen Zeugnis der Romanik in Deutschland machen.

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Als Bischofssitz stand Regensburg jahrhundertelang mit seinen Bauvorhaben in einer gewissen Rivalität zu den Klöstern, ein Beispiel dafür ist die romanische Allerheiligenkapelle am Domkreuzgang.

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Dass zu dieser Zeit italienische Baumeister mit dem Bau betraut waren, erkennt der Architekturstudent am “lombardischen Bogenfries”, der uns als eindeutiges Zeichen für die Romanik erklärt wurde.

Pünktlich zum 1. Advent hat mir der Packerlbote dieses “Montagsherzerl” für Frau Waldspecht gebracht … und Insider werden sicher wissen, von wem das Packerl ist … ;-)

Vielen Dank, ausgepackt wird natürlich erst am Geburtstag – nur der “Adventskalender to go”, der am Tag 317 gebastelt wurde, ist schon in der Handtasche und wird mir die Vorweihnachtszeit versüßen – was für eine tolle Idee! :-)

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… oder weiß jemand eine bessere Übersetzung für diesen lateinischen Spruch? ;-)

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Nachtrag: Die korrekte Übersetzung ist hier nachzulesen. Dort wird auch erklärt, warum die Arbeit der mittelalterlichen Schreiber so anstrengend war – da lob ich mir doch das Zehn-Finger-System an der PC-Tastatur! :-D

In meinem letzten Beitrag habe ich ja schon angedeutet, dass man auf alten Grabsteinen viele Symbole erkennen kann, deren Bedeutung heute kaum jemand mehr kennt. So galt der Mohn bereits in der Antike wegen seiner berauschenden und einschläfernden Wirkung als Zwillingsbruder des Todes. Dieses Symbol wurde zu Beginn des 19. Jahrhundert vom Klassizismus wieder aufgenommen, wo die auf Grabmalen häufig dargestellte Pflanze einen sanften Tod symbolisierte.

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Ebenfalls seit der Antike wird der Schmetterling als ein Symbol für die Seele verwendet, da er während seines Lebens eine Metamorphose von einer Raupe zur Puppe und schließlich zu einem erwachsenen Falter durchläuft. Die Raupe ist ein Symbol für das mühsame irdische Dasein der Menschen, das mit der Verpuppung sein Ende findet. Der Falter, der aus der scheinbar leblosen Puppe schlüpft, symbolisiert die den Tod überwindende Seele.

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Auch die Bepflanzung der Gräber kann als Symbol gedeutet werden, z. B. steht der immergrüne Efeu auf dem Friedhof für Unsterblichkeit und ewiges Leben.

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Engel gelten als Sinnbild für die Wegbegleitung, die Flügel der Engel erinnern an den Götterboten Hermes.

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Auch Farben können eine Symbolkraft haben, so steht Lila für die Farbe der Trauer und des Todes.

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Bäume als Symbolpflanzen gehörten schon in der Antike zur Ausstattung der Grabgärten. Bei den Germanen galten Bäume als Sitz des Göttlichen und auch die Kelten verehrten bestimmte Bäume als mystische Wesen und nutzten die Eiben zur Abwehr gegen bösen Zauber.

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Genauso wie die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, bilden hier drei Fische einen Kreis als Symbol der Unendlichkeit, können aber auch im christlichen Sinn die Dreieinigkeit symbolisieren.

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Dagegen soll die Schlange auf diesem schmiedeeisernen Grabdenkmal wohl nur an das Märchen “Das Natterkrönlein” von Ludwig Bechstein erinnern …

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… es kann aber auch ein geheimnisvoller Hinweis sein, den wir heute nicht mehr entschlüsseln können.

Obwohl schon lange niemand mehr auf dem Alten Südlichen Friedhof bestattet wird, übt er doch einen morbiden Charme aus und es läuft mir beim Spaziergang der eine oder andere Schauer über den Rücken.

Dieses reich verzierte Gesicht, das ich dort für Ruthies Projekt “I see faces” entdeckt habe, schaut dagegen sehr harmlos aus. Der Grund dafür könnte ja die berauschenden Wirkung dieser Mohnkapsel sein, die man wie viele weitere Symbole auf den Grabdenkmälern des 19. Jahrhunderts findet.

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Dank meiner lieben Freundin, die nicht nur die Teekultur pflegt, sondern auch eine begnadete Bridge-Spielerin ist, hatte ich gestern das Vergnügen, beim jährlichen Silbertee im Kaisersaal der Residenz teilnehmen zu dürfen.

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Bereits zum 65. Mal lud gestern der Deutsch-Amerikanische Frauenclub München e. V. zu dieser Wohltätigkeitsveranstaltung, um mit Spenden den Studentenaustausch mit den USA und karitative Einrichtungen im Raum München zu unterstützen.

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Auf der festlich gedeckten Tafel im historischen Ambiente werden die von den Damen des Clubs selbst zubereiteten Kanapees auf Silberplatten präsentiert.

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Und so öffnen sich jedes Jahr die prächtig mit Stuckmarmor und Scagliola verzierten Portale des Kaisertrakts der Residenz für die Gäste aus Politik, Wirtschaft und der feinen Münchner Gesellschaft … und vielleicht darf ich ja im nächsten Jahr auch wieder dabei sein! :-)

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