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Es wäre naheliegend, die Sichel in der Hand der weiblichen Figur als Halbmond zu deuten, zumal sich dieser markante Fassadenschmuck in der Türkenstraße 16 befindet. Betrachtet man aber die Figur an der anderen Ecke des Gebäudes etwas genauer, so kann man eine Kette und ein Pferd erkennen, womit eindeutig der Heilige Leonhard gemeint ist, der wie sein weibliches Pendant Notburga vor allem von der ländlichen Bevölkerung verehrt wurde.

Das heute als „Officium“ bezeichnete Gebäude wurde nämlich vor fast 100 Jahren als „Haus der landwirtschaftlichen Genossenschaften““ erbaut. Bis 1977 war dort der Sitz des Bayerischen Raiffeisenverbands, was die volkstümlichen Heiligen an der Fassade erklärt.