Schon mehrmals habe ich von der Kirche ohne Dorf berichtet, die nach dem Abbruch der letzten Bauernhöfe als einziges Zeugnis der Vergangenheit übrig blieb. In den 50er Jahren fiel Fröttmaning einer Mülldeponie zum Opfer, nachdem es bereits vor dem Krieg durch den Autobahnbau von den umliegenden Gemeinden abgetrennt war, und heute erinnert nur noch die berühmte Fußballarena an das ehemalige Dorf.

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Nur einer Bürgerinitiative haben wir es zu verdanken, dass die Heilig-Kreuz-Kirche vor dem Verfall beschützt wurde.

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Welches kunsthistorisches Juwel man dort fast abgerissen hätte, wurde allerdings erst bei den Renovierungsarbeiten in den 80er Jahren entdeckt. Unter dem Putz, der schon teilweise von den Wänden abgeblättert war, kamen nach Jahrhunderten die direkt auf die roten Ziegel mit Kalkfarbe gemalten romanischen Fresken wieder zum Vorschein.

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Aber noch eine weitere Überraschung hält der Innenraum, der auf den ersten Blick dem vieler barocker Dorfkirchen Bayerns gleicht, parat.

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Schaut man sich den Fußboden, der noch im Original aus der Bauzeit der Kirche Anfang des 13. Jahrhunderts stammt, genauer an …

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… so entdeckt man vor dem Altar die Abdrücke zwei kleiner Engelsfüßchen, die wohl beim Bemalen der Wände durch die Kalkfarbe gelaufen sind … 😉

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