Aufmerksamen Lesern meines Blogs sollte diese Kirche bekannt sein.

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Wer sie nicht kennt: Der Eingang führt in die Griechisch-Orthodoxe Kirche „Zum Erlöser“, den Münchnern aber besser als Salvatorkirche bekannt.

Während es heute fast unmöglich ist, in der Altstadt eine bezahlbare Wohnung zu finden, war die größte Sorge der Menschen im ausgehenden Mittelalter, einen Begräbnisplatz auf dem Friedhof einer der beiden damals bestehenden Stadtpfarrkirchen St. Peter oder der Frauenkirche zu bekommen. Herzog Albrecht IV. ließ deshalb bereits 1493 im Norden der Altstadt entlang der Stadtmauer einen Friedhof mit einer Kirche erbauen, die „Unser lieben Frauen Gottesackerkirche“ genannt wurde.

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Teil dieser Stadtmauer war der „Jungfernturm“, der dort für die Stadtbefestigung ein gewaltiges Bollwerk darstellte. Das vierstöckige Bauwerk überquerte den Zwinger, der sich zwischen den beiden parallel verlaufenden Mauern befand.

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Der „Jungfernturm“ soll seinen Namen durch ein Marterwerkzeug, die sogenannte „Eiserne Jungfrau“ erhalten haben, da angeblich bis ins 18. Jahrhundert in diesem Turm heimliche Hinrichtungen stattgefunden haben. Doch wie der Münchner so schön sagt: „Wos Gwieß‘ woaß ma ned …“