Gestern hatten wir so richtiges „Museumswetter“, so dass ich endlich für Frau Waldspechts „Montagsherzerl“ ein paar aktuelle Fotos aus dem Herzkabinett der Münchner Residenz zeigen kann.

Vor 350 Jahren ließ sich die Kurfürstin Henriette Adelaide einige Räume der Residenz nach den Vorbildern ihrer Turiner Heimat und der neuesten Pariser Mode umbauen. Das Appartement besaß zahlreiche, in die Decken eingelassene Gemälde, die den Räumen jeweils eigene Themen vorgaben.

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1674 zerstörte ein Brand einen Teil der Räume und 1782 wurde anlässlich des Papstbesuchs Pius VI. der Rest des Appartements als „päpstliche Zimmer“ bezeichnet.

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Erst nach zehn Ehejahren bekam die Kurfürstin ihr erstes Kind, ihre Freude darüber zeigt dieses symbolhafte Bild.

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Auf diesem Gemälde werden drei Hofdamen der Kurfürstin als Schicksalsgöttinnen dargestellt. Das Bewusstsein des Schicksals war schon immer in allen Kulturen vorhanden. Von den germanischen Nornen bis zu den drei Parzen Roms reicht das Wissen von dieser Kraft. In Griechenland waren es die drei Töchter des Zeus, die Moiren. Dabei spinnt Clotho den Lebensfaden, Lachesis bemisst die Länge des Lebens und Atropos schneidet schließlich den Lebensfaden ab.

Noch mehr Hintergrund-Infos zum Herzkabinett weiß der –> Residenzblog zu berichten.