Was wäre passender als euch nach meiner langen Winterpause auf einen Frühlingsspaziergang durch München mitzunehmen?

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Beginnen wir also am Hofgartentor, Leo von Klenzes erstem Bauwerk in München, mit dem sich der geniale Architekt als Meister des Klassizismus bewies.

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Gleich hinter dem klassizistischen Eingangstor begegnen sich im Hofgarten mit diesen beiden Kuppeln die Baustile der Renaissance und des Historismus, denn zwischen der Entstehung der beiden Gebäude liegen fast 300 Jahre.

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Der Pavillon in der Mitte der Parkanlage wird meist als „Dianatempel“ bezeichnet, obwohl er von der Göttin „Bavaria“ gekrönt wird. Zu erkennen ist sie an ihren fünf Attributen, die den Reichtum des Landes symbolisieren: ein Salzfass für den Handel, ein Hirschfell für die Jagden, die Reuse für den Fischreichtum der Gewässer, die Ährengarbe für die Landwirtschaft und den Kurapfel für die politische Macht.

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Während die drei jungen Mütter ihre Kinderwägen in der Frühlingssonne in Richtung der Bayerischen Staatskanzlei weiterschieben, wenden wir uns nach einem Blick auf die Kuppel des ehemaligen Armeemuseums nach links in Richtung Englischer Garten.

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Im Zuge der Kanalisation verschwanden die meisten Stadtbäche im Münchner Stadtbild, doch anlässlich des Baus der Bayerischen Staatskanzlei wurde der historische Köglmühlbach wieder ans Licht geholt und darf ein paar hundert Meter oberirdisch fließen, bevor er sich in einer Kaskade in den Englischen Garten ergießt und den gesamten Park als Schwabinger Bach durchquert.

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Dank der warmen Temperaturen der vergangenen Wochen blühen bereits die Forsythien im Park.

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Auch den 1836 auf einem kleinen Aussichtshügel errichteten Monopteros entwarf Leo von Klenze im klassizistischen Stil.

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Bereits 1789 entstand der Chinesische Turm nach dem Vorbild der doppelt so hohen „Großen Pagode“ im königlichen Schlossgarten Kew Gardens in London, die sich wiederum an einer Majolikapagode in den Gärten eines chinesischen Kaisers (Xiangshan-Park, Peking) orientierte.

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Und wer nach dem Spaziergang Durst bekommen hat, darf sich jetzt unter den gerade aufspringenden Kastanienknospen im mit seinen 7.000 Sitzplätzen zweitgrößten Biergarten Münchens eine Mass gönnen …😉