Dass wir Bayern unser Bier als Grundnahrungsmittel ansehen und die Tradition des Biertrinkens deshalb so intensiv pflegen, ist allgemein bekannt. Dabei ist dieser Brauch bereits 3.000 Jahre vor Christi Geburt im Gilgamesch-Epos von den Sumerern ausführlich beschrieben worden, weshalb eine Szene daraus an einer Tafel am Brauerhaus künstlerisch dargestellt wird.

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Die Bewohner des zwischen Euphrat und Tigris gelegenen Zweistromlandes entdeckten nämlich nicht nur die alkoholische Gärung, so dass aus einigen Bröckchen Brot, das man in Wasser eingeweicht hatte, plötzlich Bier entstand, sondern sie entwickelten auch die ersten Schriftzeichen und legten somit den Grundstein für die Entstehung von Literatur.

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In dieser Szene reicht eine Frau dem „unzivilisierten Urmenschen“ Enkidu einen Becher Bier und fordert ihn dazu auf, Brot zu essen, da es zum Leben gehöre, und Bier zu trinken, da es der Brauch des Landes sei. Der Sage nach trank Enkidu sieben Becher Bier und es wurde ihm leicht ums Herz, worauf er sich wusch und somit zu einem Menschen wurde.

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