Wenn ich gefragt werde, wo man in München etwas wirklich Traditionelles zu sehen bekommt, so empfehle ich immer einen Spaziergang über den Viktualienmarkt. Denn trotz seiner promi- nenten Lage mitten in der Altstadt hat sich der Markt in all den Jahren erfolgreich gegen die „Vermarktung“ gewehrt, so dass es bis heute dort nur Lebensmittel und Blumen zu kaufen gibt.

DSC03707

Umso überraschender ist es, seit vergangener Woche dort eine überdimensionale Buddha-Statue zu finden, die mit der Aufschrift „Made in Dresden“ auch noch an einen typischen Souvenirartikel erinnert.

DSC03709

Als viertes Objekt in der Reihe „A Space Called Public“ soll die Figur einerseits darauf hinweisen, dass die meisten asiatischen Dekorationsartikel für den europäischen Raum in Dresden produziert werden. Andererseits wollen die Künstler durch die Auswahl des traditionellen Viktualienmarkts als Standort auch darauf aufmerksam machen, dass der Handel mit Früchten und Blumen schon lange eine globale Angelegenheit und wie die industrielle Massenproduktion ein Phänomen unserer Zeit ist.

DSC03708

Auf mich persönlich hat das lächelnde Gesicht eines Buddhas immer eine sehr beruhigende Wirkung – was mitten in der hektischen Altstadt sicher nicht schaden kann …🙂