Als sich vor über 100 Jahren die Münchner Oberschicht als neues Wohnquartier das rechte Isarufer aussuchte, entstanden in Bogenhausen wunderschöne Villen, die heute noch den Stadtteil als „Prominentenviertel“ auszeichnen. Mit dem Stadtführer Bürgerhäuser & Villen in München von Brigitte Herpich in der Hand habe ich mich auf den Weg gemacht und dabei interessante Hintergrundinformationen zu den ehemaligen Bewohnern der einzelnen Gebäude erhalten.

In der Möhlstraße 23 befindet sich die „Villa Pschorr“, die 1907/08 für den Brauerei-Besitzer Georg Pschorr erbaut wurde.

Am Giebel des Anwesens Möhlstraße 12a ist heute noch das Baujahr 1900 in Stuck festgehalten, 1999 wurde es fachgerecht restauriert.

In der Maria-Theresia-Straße 4a ist eine der repräsentativsten Villen zu bewundern, die 1896/97 im italienischen Renaissance-Stil erbaut wurde. In dem Anwesen gab es ein Schulzimmer für Privat-Unterricht und zwischen Küche und Speisezimmer befand sich ein separater Raum zum Anrichten der Speisen.

In der Maria-Theresia-Straße 27 ließ sich 1897/98 Clemens von Bechtolsheim, der Erfinder der Zentrifuge für die Milchwirtschaft, dieses Anwesen bauen. Mit seinem interessanten Stuckdekor gilt es als eines der ersten Jugendstilhäuser in Deutschland.

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