Die Figur des Löwen begleitete München durch die Jahrhunderte: Von der sagenhaften Gründung durch Heinrich den Löwen über die Wittelsbacher, die den Pfälzer Löwen im Wappen trugen, bis zum Fußballverein, der liebevoll „die Löwen“ genannt wird und nicht zuletzt der Löwenbrauerei begegnet uns der „König der Tiere“ immer wieder.

Eine ganz besondere Geschichte gibt es zu diesem Löwen, der ursprünglich als eine der beiden Portalfiguren des Wittelsbacher Palais, dem Altersruhesitz König Ludwig I. diente.

Als das Schloss ab 1933 zum Hauptquartier der Gestapo umfunktioniert wurde, war es das wohl meistgehasste Gebäude der Stadt. Nach dem Krieg entschied man sich, das 1944 durch Bomben schwer beschädigte Palais nicht wieder aufzubauen, heute befindet sich auf dem Gelände die BayernLB.

Während sein Zwillingsbruder völlig zerstört wurde, hatte einer der beiden Löwen bei dem Bombenangriff nur seinen Unterkiefer eingebüßt. Er fand 1970 in Schwabing vor der Katholischen Akademie einen neuen Platz, wo er an den Publizisten Dr. Fritz Gerlich erinnert, der 1934 im KZ Dachau ermordet wurde.

Vor dem Gebäude der BayernLB gibt nun die Kopie des zweiten Löwen einen Hinweis auf die Geschichte des Ortes.

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