Der Jakobsplatz ist einer der Orte in München, der in den letzten Jahren aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurde. Mit dem Bau des Jüdischen Zentrums begegnen sich dort nicht nur die verschiedenen Religionen und Kulturen, sondern auch die moderne Architektur steht in einem interessanten Kontrast zu den alten Bürgerhäusern aus dem Mittelalter.

Besonders interessant sind die für München typischen halben Dachgauben, die auf eine Bauordnung aus dem Jahr 1347 zurückgehen. Damals wurden die spitzgiebeligen Dächer wegen der Brandgefahr derart umgestaltet, dass die Traufen zum Hof bzw. zur Straße zeigten. Nun mussten sich die Münchner etwas einfallen lassen, um weiterhin Lastenkräne zu ihren Speichern anbringen zu können. Das Resultat waren die Halbgauben, auch „Ohrwaschl“ genannt, womit der Münchner „Ohrwaschlstil“ entstand … 🙂

Das auffälligste mittelalterliche Gebäude am Jakobsplatz ist aber das ehemalige Zeughaus, in dem sich heute das Münchner Stadtmuseum befindet.

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