Was zu meiner Jugendzeit noch „Schnitzeljagd“ genannt wurde, läuft inzwischen unter dem neudeutschen Begriff „Geocaching“, der Spaß ist aber immer noch derselbe! Ausgerüstet mit einem Fragebogen und dem Startpunkt als Koordinate machten wir uns am Samstag auf den Weg.

Der Titel der Suche lautete „Die Rettung“ und weckte natürlich das Jagdfieber in mir, was wohl auch mit meinem Sternzeichen zu tun haben kann … 😉

Die Suche verlief auf schattigen Wegen durch ein Waldstück bei Dietramszell, vorbei an einem Badeweiher und frisch gemähten Wiesen.

Unvermutet stießen wir auf einer Waldlichtung auf die barocke Wallfahrtskirche „Maria Elend“, die ihre Gründung einer wundersamen Rettung verdankt: Der Legende nach wurde dort während des Dreißigjährigen Krieges ein Mann von Soldaten zu Pferd verfolgt, bis er zu dieser Waldlichtung kam und verzweifelt auf die Knie sank. Seine Bitte „Oh Elend, ich bin verloren. Heilige Maria rette mich!“ wurde postwendend erhört, denn als er ein paar Schritte weiterwankte, fiel er in eine von Gras verdeckte Grube und war so den Blicken seiner Feinde entzogen und gerettet. Zum Dank ließ er an dem Ort seiner Rettung eine Kapelle errichten.

Obwohl wir nach erfolgreicher Lösung aller Aufgaben wieder sicher an unserem Ausgangsort angekommen waren, blieb der „Cache“ für uns unsichtbar – entweder war er so gut versteckt, dass wir ihn nicht finden konnten oder der Dauerregen der vergangenen Wochen hatte ihn „weggeschwoabt“ :-). Spaß hat’s trotzdem gemacht und ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne in der Natur unterwegs ist und genauso viel Spaß wie ich am Rätselraten hat.

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