Obwohl unsere neue Wohnung nur ca. 2 km Luftlinie von meinem alten Zuhause entfernt liegt, gibt es hier in Oberföhring vieles, was ich erst jetzt entdecke.

Dieses Feldkreuz steht nur ein paar Meter von der dicht befahrenen Effnerstraße entfernt, die Gebäude im Hintergrund gehören zu der ehemaligen Ziegelei Deck. An den Kränen ist schon zu erkennen, dass dort ein neues Wohngebiet entsteht, ein Teil der alten Ziegelei soll als Industriedenkmal erhalten bleiben.

Der alte Dorfkern von Oberföhring hat bis heute seine friedliche Idylle behalten, weil er etwas abseits der Hauptdurchfahrtsstraßen liegt.

Der Name der Dorfstraße erinnert an das Muspilli, ein altbairisches Gedicht aus dem Jahre 870.

Der 1893 im romanischen Stil neu errichtete Kirchturm nimmt Bezug auf die Geschichte der Pfarrei Oberföhring, die bereits im Mittelalter bestand.

1678 war die alte Kirche so baufällig geworden, dass sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Damals wurde die Kirche im Stil des bairischem Frühbarocks mit Stuck und einer Rosenkranzmadonna ausgestattet. Auf dem Foto ist der Altar noch mit einem lila Tuch verhangen, so wie es die Liturgie während der Fastenzeit vorschreibt.

Im Kirchenportal ist sowohl der Freisinger Korbiniansbär als auch das Münchner Kindl dargestellt, da Oberföhring bis zur Säkularisation 1803 zum Hochstift Freising gehörte, und erst danach zum Kurfürstentum Bayern kam.

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