Auf schattigen Wegen führte gestern unsere Radltour immer entlang der Isar, so dass durch den Fahrtwind die 30 Grad kaum spürbar waren. Zwischendurch sorgten sowohl das Isarwasser als auch einige Biergärten am Weg für die nötige Erfrischung, und natürlich kam auch die Kultur nicht zu kurz! 🙂

Wir radelten direkt am Fluss entlang bis zur Großhesseloher Brücke, auf der wir die Isar überquerten.

Am Isarhochufer ging es dann weiter in den noblen Vorort Grünwald, vorbei an der Burg Grünwald, wo früher die „oiden Rittersleut‘ g’haust ham“ … 😀

Wir waren zwar nicht ganz so rasant wie dieser Radler im Grünwalder Forst unterwegs, aber die Abfahrt hinunter zur Isar war trotzdem atemberaubend!

Nach einer kurzen Pause beim Bruckenfischer konnten wir uns dann völlig entspannt der Benediktinerabtei Schäftlarn widmen.

Da die gotische Kirche baufällig geworden war, begann man 1733 mit dem Neubau der Stiftskirche. Nachdem der Münchner Hofbaumeister Francois Cuvillies d.Ä. mit der Planung begonnen hatte, wurde die Rokokokirche bis 1760 von Johann Baptist Gunetzrhainer und seinem Schwager Johann Michael Fischer vollendet. Im Innenraum war Johann Baptist Zimmermann für die Stuckaturen und die Fresken verantwortlich, die Bildhauerarbeiten vom Hochaltar über die Kanzel bis zu den Kirchenbänken übernahm Johann Baptist Straub.

Durch das Zusammenspiel dieser außergewöhnlichen Künstler, die zu den größten ihrer Zeit zählten, weist die Schäftlarner Stiftskirche eine glanzvolle, höfische Ausstattung auf, die unter den barocken Klosterkirchen des Alpenraumes einzigartig ist. Nachdem in den letzten zehn Jahren eine Generalsanierung durchgeführt wurde und die Decken mit Netzen gesichert waren, zeigt sich die Kirche nun wieder in ihrem vollen Glanz.

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Natürlich hab ich auch noch eine Nahaufnahme der wunderschönen Rokokouhr, die den Mönchen die Zeiten für das Stundengebet vorgab – schließlich kann ich die gute alte „Freitags-Ticktack-Gewohnheit“ nicht so schnell aufgeben … 😉

Und nach diesem etwas längeren Eintrag entlasse ich euch in euer wohlverdientes Wochenende, während ich morgen wieder meine üblichen Runden mit der MünchenTram drehe und am Sonntag den Touristen mit dem Radl die München-Highlights zeige … 🙂

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