Wer sich in München etwas abseits der bekannten Touristenpfade begibt, wird auch mitten in der Stadt immer wieder Neues entdecken. Sicher kennen auch viele Münchner die Abtei St. Bonifaz in der Karlstraße nicht, obwohl sie eng mit dem beliebten Ausflugsziel Kloster Andechs am Ammersee verbunden ist.

Nach dem Vorbild frühchristlicher Basiliken ließ König Ludwig I. Mitte des 19. Jahr- hunderts einen imposanten Kirchenbau für die damals neu gegründete Pfarrei in der Maxvorstadt errichten.

Geweiht wurde die im neoromanischen Stil errichtete Kirche dem Apostel der Deutschen, St. Bonifaz. Da dem König nach der Säkularisation 1803 die Wieder- und Neugründung von Klöstern sehr am Herzen lag, siedelte er dort die Benediktiner an und gab Ihnen das Kloster Andechs als „Nahrungsgrundlage“.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die fast völlig zerstörte Kirche nicht mehr in ihrer bisherigen Größe wieder aufgebaut, sondern es entstand in den 70er Jahren ein moderner Kirchenraum mit angrenzendem Gemeindezentrum.

Bewusst machte der Architekt des Wiederaufbaus Hans Döllgast die „Wunden der Erinnerung“ an der Fassade sichtbar.

—> Website der Abtei St. Bonifaz

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