Man muss schon zweimal hinschauen, um in der Heilig-Geist-Kirche die Breze zu erkennen, die dort im Deckenfresko von den Gebrüdern Asam verewigt wurde.

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Es wird damit ein Brauch geschildert, der auf das Jahr 1318 zurückgeht. Damals wurde von Burkard Wadler, einem einflussreichen und wohlhabenden Kaufmann und Bürger und seiner Frau Heilwig die „Wadlerspende“ ins Leben gerufen. Aus dem Vermögen sollten jährlich im Wert von drei Pfund Pfennigen Brezen an die Armen verteilt werden.

Fast 500 Jahre lang ritt der „Breznreiter“ in der Nacht zum 1. Mai auf einem Schimmel mit drei lockeren Hufeisen (damit es auch ordentlich scheppert!) durch die Stadt und rief dabei: „Ihr jung und alte Leut, geht’s hin zum Heiligen Geist, wo’s die Wadler Pretzen geit!“