G wie Gebäude


image

Für die Aktion “Send me an Angel” bei Sabienes Traumalbum zeige ich euch heute einen “königstreuen” Engel, der mir jedes Mal auffällt, wenn ich mit der Tram an diesem Eckhaus vorbeifahre. Mit dem Reliefporträt des Prinzregenten Luitpold wollten die Bewohner der Ende des 19. Jahrhunderts im neubarocken Stil gebauten Villa wohl ihre Verbundenheit mit dem Haus Wittelsbach demonstrieren.

PICT0013

Wo genau sich das Gebäude befindet, verrate ich jetzt noch nicht, denn um zu sehen, ob hier überhaupt noch ein paar München-Kenner mitlesen, mach ich jetzt einfach ein Rätsel daraus:

Wem ist denn dieser Engel auch schon mal aufgefallen?

Kaum bin ich aus dem Urlaub zurück, schenkt uns der Sommer wieder das herrlichste Biergartenwetter!

Da ist es nur naheliegend, das heutige “Montagsherzerl” für euch und Frau Waldspecht aus dem berühmtesten Biergarten Münchens mitzubringen. Leider (oder Gottseidank?) kann man die Musik, die vom Chinesischen Turm im Hintergrund ertönte, auf dem Foto nicht hören … ;-)

DSC09029

Aber zumindest kann ich euch die Abendstimmung zeigen, als sich der Himmel rosa verfärbte – einfach hinreißend!

DSC09031

rostparade_logo Normalerweise heißt es ja immer, dass Männer nicht älter sondern nur reifer werden, aber zumindest nagt der Zahn der Zeit bei diesen Hinweisschildern an beiden Geschlechtern gleichermaßen … :-)

Zu finden ist dieses im wahrsten Sinn des Wortes “stille Örtchen” auf dem Waldfriedhof Solln und kommt nun noch schnell vor Ultimo des Monats Juni für Frau Tonaris “Rostparade” zum Einsatz.

DSC07858

Als sich vor fast 300 Jahren Kurfürst Maximilian II. Emanuel im Nymphenburger Schlosspark die Badenburg bauen ließ, war dies für seine Zeitgenossen wohl nur ein weiteres Zeichen seiner Exzentrik.

Das Vergnügungsschloss betritt man durch den Festsaal, der mit prächtigen Stukkaturen und einem Gewölbefresko ausgestattet ist.

Ein mit Affenszenen verzierter Plafond schmückt einen Raum des kurfürstlichen Appartements, das aus vier mit chinesischen Papiertapeten ausgestatteten Räumen besteht.

Im Untergeschoss befindet sich ein 8,70 mal 6,10 Meter großes und 1,45 Meter tiefes Becken, in dem man schwimmen könnte. Nymphen und Najaden zieren die Decke des mit Stuckmarmor verkleideten Badesaals, der mit friesischen Kacheln ausgeschmückt ist und sogar über eine Galerie für Gäste verfügt.

Seit dem Mittelalter hatte man sich förmlich in eine regelrechte Wasserphobie hineingesteigert, denn Wasser galt als Keim aller Krankheiten, was zumindest bei Pest und Cholera ja auch zutraf.

Da die Menschen im Zeitalter des Barock immer noch fürchteten, dass über das Wasser durch die Poren der Haut Krankheiten übertragen würden, betrieben sie die Körperpflege fast ohne Wasser. Sie rieben sich nur mit feuchten Tüchern ab und zogen das Pudern dem Baden eindeutig vor.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es umso erstaunlicher, dass mit dem von Joseph Effner in den Jahren 1719 bis 1721 geschaffenen Bauwerk das erste beheizbare Hallenbad der Neuzeit, das ausschließlich dem Badevergnügen am Hof dienen sollte, entstand.

DSC07095

Auch wenn dieser farbenfroh geschmückte Baum vor der “Galerie Handwerk” in der Ottostraße gute Laune macht …

DSC07098

… wird er vom Duft des echten Flieders, der schon seit Mitte April blüht, eindeutig übertroffen!

DSC07104

Und wenn’s dazwischen doch mal regnet, bietet die 160 Jahre alte Schrannenhalle Schutz vor Nässe und Kälte beim Shoppen.

DSC07131

Jahrhundertelang befand sich der Getreidemarkt am Marienplatz, der damals noch Schrannenplatz hieß, erst 1854 wurde er in die dafür neu erbaute Getreidehalle am Viktualienmarkt verlegt.

DSC07120

Als die Eisen- und Glaskonstruktion 1932 nach einem Brand demontiert wurde, lagerte man die Bauteile bei den Stadtwerken München in der Dachauer Straße, erst beim Wiederaufbau im Jahr 2003 erhielten die Originalsäulen ihre alte Funktion zurück.

DSC07139

Seitdem bieten Geschäfte, Cafés und Bistros in der Schrannenhalle alles an, was das Herz begehrt, und wollen damit ein bisschen an “Les Halles”, den “Bauch von Paris” erinnern.

DSC07163

Irgendwann kommt dann auch wieder die Sonne raus, so dass man es sich noch im Biergarten gemütlich machen kann, der in der ehemaligen “Freibank” eingerichtet wurde.

Und so wünsche ich Euch allen ein frohes und genussvolles Osterfest!

Seit ich mich auf die Spur der Tierkreiszeichen im Münchner Stadtbild begeben habe, finde ich plötzlich an Gebäuden, an denen ich schon oft vorbeigekommen bin, interessante Details.

DSC07052

Diese Sonne strahlte mir gestern in der Abendsonne entgegen.

DSC07048

An der interessanten Fassade ist auch dieser Fisch zu finden, ob damit das Tierkreiszeichen “Fische” gemeint ist, muss ich erst noch recherchieren.

DSC07054

Alle München-Kenner frage ich jetzt aber erst mal, ob sie das Gebäude schon mal gesehen haben – eine Trambahnlinie fährt nämlich direkt daran vorbei … :-)

Was viele Besucher an der bayerischen Landeshauptstadt ganz besonders lieben ist die “Gemütlichkeit” und “dass alles so bleibt, wie’s immer war”. Dabei gibt es auch in München Orte, an die man lieber nicht so gerne erinnert wird.

DSC06399

Bereits 1946 entstand am Altstadtring gegenüber der ehemaligen Zentrale der “Gestapo” der “Platz der Opfer des Nationalsozialismus”, doch bis heute wurden diesem Ort bewusst keine Briefadressen zugeordnet.

DSC06400

In den vergangenen Monaten erfolgte eine Neugestaltung des Platzes mit einer großen bronzenen Tafel, auf der allen aus rassistischen oder politischen Gründen oder wegen ihrer Behinderung verfolgten Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht wird.

DSC06398-1

Es bleibt zu hoffen, dass der Platz nun endlich seine angemessene Beachtung im Stadtbild erreicht.

DSC06407

Wenn wir nun der Brienner Straße in westlicher Richtung folgen, treffen wir kurz vor dem Königsplatz auf einen weiteren “Lern- und Erinnerungsort”, der zur Zeit auf dem ehemaligen Gelände des “Braunen Hauses” entsteht.

DSC06408-1

Fast 70 Jahre nach Kriegsende zeigt München mit dem NS-Dokumentationszentrum dann endlich, dass es aus seiner Geschichte als “Hauptstadt der Bewegung” etwas gelernt hat.

Nächste Seite »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 139 Followern an