G wie Gebäude


rostparade_logo Normalerweise heißt es ja immer, dass Männer nicht älter sondern nur reifer werden, aber zumindest nagt der Zahn der Zeit bei diesen Hinweisschildern an beiden Geschlechtern gleichermaßen … :-)

Zu finden ist dieses im wahrsten Sinn des Wortes “stille Örtchen” auf dem Waldfriedhof Solln und kommt nun noch schnell vor Ultimo des Monats Juni für Frau Tonaris “Rostparade” zum Einsatz.

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Als sich vor fast 300 Jahren Kurfürst Maximilian II. Emanuel im Nymphenburger Schlosspark die Badenburg bauen ließ, war dies für seine Zeitgenossen wohl nur ein weiteres Zeichen seiner Exzentrik.

Das Vergnügungsschloss betritt man durch den Festsaal, der mit prächtigen Stukkaturen und einem Gewölbefresko ausgestattet ist.

Ein mit Affenszenen verzierter Plafond schmückt einen Raum des kurfürstlichen Appartements, das aus vier mit chinesischen Papiertapeten ausgestatteten Räumen besteht.

Im Untergeschoss befindet sich ein 8,70 mal 6,10 Meter großes und 1,45 Meter tiefes Becken, in dem man schwimmen könnte. Nymphen und Najaden zieren die Decke des mit Stuckmarmor verkleideten Badesaals, der mit friesischen Kacheln ausgeschmückt ist und sogar über eine Galerie für Gäste verfügt.

Seit dem Mittelalter hatte man sich förmlich in eine regelrechte Wasserphobie hineingesteigert, denn Wasser galt als Keim aller Krankheiten, was zumindest bei Pest und Cholera ja auch zutraf.

Da die Menschen im Zeitalter des Barock immer noch fürchteten, dass über das Wasser durch die Poren der Haut Krankheiten übertragen würden, betrieben sie die Körperpflege fast ohne Wasser. Sie rieben sich nur mit feuchten Tüchern ab und zogen das Pudern dem Baden eindeutig vor.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es umso erstaunlicher, dass mit dem von Joseph Effner in den Jahren 1719 bis 1721 geschaffenen Bauwerk das erste beheizbare Hallenbad der Neuzeit, das ausschließlich dem Badevergnügen am Hof dienen sollte, entstand.

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Auch wenn dieser farbenfroh geschmückte Baum vor der “Galerie Handwerk” in der Ottostraße gute Laune macht …

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… wird er vom Duft des echten Flieders, der schon seit Mitte April blüht, eindeutig übertroffen!

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Und wenn’s dazwischen doch mal regnet, bietet die 160 Jahre alte Schrannenhalle Schutz vor Nässe und Kälte beim Shoppen.

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Jahrhundertelang befand sich der Getreidemarkt am Marienplatz, der damals noch Schrannenplatz hieß, erst 1854 wurde er in die dafür neu erbaute Getreidehalle am Viktualienmarkt verlegt.

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Als die Eisen- und Glaskonstruktion 1932 nach einem Brand demontiert wurde, lagerte man die Bauteile bei den Stadtwerken München in der Dachauer Straße, erst beim Wiederaufbau im Jahr 2003 erhielten die Originalsäulen ihre alte Funktion zurück.

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Seitdem bieten Geschäfte, Cafés und Bistros in der Schrannenhalle alles an, was das Herz begehrt, und wollen damit ein bisschen an “Les Halles”, den “Bauch von Paris” erinnern.

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Irgendwann kommt dann auch wieder die Sonne raus, so dass man es sich noch im Biergarten gemütlich machen kann, der in der ehemaligen “Freibank” eingerichtet wurde.

Und so wünsche ich Euch allen ein frohes und genussvolles Osterfest!

Seit ich mich auf die Spur der Tierkreiszeichen im Münchner Stadtbild begeben habe, finde ich plötzlich an Gebäuden, an denen ich schon oft vorbeigekommen bin, interessante Details.

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Diese Sonne strahlte mir gestern in der Abendsonne entgegen.

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An der interessanten Fassade ist auch dieser Fisch zu finden, ob damit das Tierkreiszeichen “Fische” gemeint ist, muss ich erst noch recherchieren.

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Alle München-Kenner frage ich jetzt aber erst mal, ob sie das Gebäude schon mal gesehen haben – eine Trambahnlinie fährt nämlich direkt daran vorbei … :-)

Was viele Besucher an der bayerischen Landeshauptstadt ganz besonders lieben ist die “Gemütlichkeit” und “dass alles so bleibt, wie’s immer war”. Dabei gibt es auch in München Orte, an die man lieber nicht so gerne erinnert wird.

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Bereits 1946 entstand am Altstadtring gegenüber der ehemaligen Zentrale der “Gestapo” der “Platz der Opfer des Nationalsozialismus”, doch bis heute wurden diesem Ort bewusst keine Briefadressen zugeordnet.

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In den vergangenen Monaten erfolgte eine Neugestaltung des Platzes mit einer großen bronzenen Tafel, auf der allen aus rassistischen oder politischen Gründen oder wegen ihrer Behinderung verfolgten Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht wird.

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Es bleibt zu hoffen, dass der Platz nun endlich seine angemessene Beachtung im Stadtbild erreicht.

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Wenn wir nun der Brienner Straße in westlicher Richtung folgen, treffen wir kurz vor dem Königsplatz auf einen weiteren “Lern- und Erinnerungsort”, der zur Zeit auf dem ehemaligen Gelände des “Braunen Hauses” entsteht.

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Fast 70 Jahre nach Kriegsende zeigt München mit dem NS-Dokumentationszentrum dann endlich, dass es aus seiner Geschichte als “Hauptstadt der Bewegung” etwas gelernt hat.

Da die Autobahn in Richtung Süden am Wochenende von den Weihnachts- und Silvesterurlaubern verstopft wurde, sind wir nur die 75 Höhenmeter auf den Fröttmaninger Berg gestiegen, um von dort die Aussicht in die Berge zu genießen.

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Während sich auf der Nordseite im Schatten noch hartnäckig der Raureif an den Blättern hielt …

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… glänzt diese Pflanze (deren Name ich leider nicht kenne) silbern in der Sonne.

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Das Windrad auf dem Gipfel beliefert ca. 1.000 Münchner Haushalte mit umweltfreundlichem Strom.

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Ganz links hinter der Frauenkirche ist die Zugspitze schemenhaft zu erkennen

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Das wegen seiner aufblasbaren Luftkissen-Außenwände auch als “Schlauchboot” bezeichnete Stadion fasst 66.000 Zuschauer und wird bei Fußballspielen in den Vereinsfarben rot oder blau, je nachdem ob der FC Bayern oder 1860 München spielt, beleuchtet.

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Und neben quicklebendigen Eichhörnchen …

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… ist uns auch noch ein “zahnloser Drache” für Ruthies “I see faces” begegnet … ;-)

Die letzte sonnige Oktoberwoche haben wir noch für einen Kurzurlaub in die “klimatisch bevorzugte Gegend Deutschlands” genutzt.

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Dabei konnten wir in Speyer bei einem “Treppehockerbrot” nicht nur die Pfälzer Leberwurst, sondern auch die Redensart, dass ein Glas nie halb leer, sondern immer noch “halwer voll” ist, genießen … ;-)

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Das eigentliche Ziel unserer Reise waren aber die Pfälzer Wittelsbacher, auf deren Spuren wir natürlich auch den Speyerer Dom besichtigten.

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Obwohl sich bereits im 14. Jahrhundert die pfälzische von der bairischen Linie der Wittelsbacher trennte, bestanden enge verwandtschaftliche Beziehungen, die dazu führten, dass schließlich der Pfälzer Max IV. Joseph der erste bairische König wurde. Sein Sohn, König Ludwig I., schrieb 1809 „Pfalz, dich lieb ich“, und dem kann man nur zustimmen!

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Mitten in den Weinbergen kann man heute noch seinen im klassizistischen Stil erbauten Sommersitz, die Villa Ludwigshöhe besichtigen.

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Dabei hatten die Pfälzer einige Probleme mit seinem Regierungsstil, der viele durch die französische Revolution errungenen Rechte wie z.B. die Pressefreiheit wieder stark einschränkte, was schließlich 1832 beim Hambacher Fest deutlich zum Ausdruck kam.

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10 Jahre später schenkten die königstreuen Eigentümer des Hambacher Schlosses die Burgruine dem späteren König Maximilian II. zur Hochzeit, der es allerdings nie bewohnte.

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Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich näher mit der Geschichte der Wittelsbacher am Rhein beschäftigen möchte, dem kann ich die Mannheimer Ausstellung, die noch bis zum 2. März 2014 im Zeughaus …

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… und im Barockschloss stattfindet, nur wärmstens empfehlen.

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Und wenn man wie wir Glück mit dem Wetter hat,

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dann kann man noch einen Abstecher nach Heidelberg machen, und sich bei einem Spaziergang am Neckar …

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… entlang des Philosophenwegs die nötige Bewegung verschaffen, um sich abends ohne schlechtes Gewissen in einer “Besenwirtschaft” ein paar Schoppen schmecken zu lassen … :-D

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logo_magicmonday500px Mit meinem Beitrag Ein Blick nach oben vom vergangenen Sonntag hätte ich mir einfach etwas länger Zeit lassen sollen, dann hätte er perfekt zum aktuellen Wochenbegriff oben bei der Aktion “Magic Monday” gepasst.

Aber bei dem herrlichen Herbstwetter schaut man ja immer wieder gerne nach oben, so dass ich mich gestern in der Mittagspause noch nach einem geeigneten Fotomotiv umgeschaut habe.

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Da das Gebäude aus dieser Perspektive schwer zu erraten ist, habe ich noch eine Innenaufnahme zur Kuppel hinauf gemacht – erkennt ihr, wo ich war?

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Vor allem bei Großveranstaltungen ist man als Besucher froh, wenn man diese – wenn auch nicht immer “duftenden” – Häusl findet.

Allerdings hab ich erst auf den zweiten Blick entdeckt, dass sich im Namen gleich dreifach ein “Montagsherzerl” für Frau Waldspecht versteckt … ;-)

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Ein interessantes Detail am Neuen Rathaus: Das Münchner Kindl, das von zwei Engeln getragen wird.

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Wenn man den richtigen Standort wählt, befindet sich die Muttergottes der Mariensäule genau zwischen den beiden Türmen der Frauenkirche.

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An einem herrlichen Herbsttag wie heute hätte es sich bestimmt gelohnt, die 306 Stufen auf den Turm von St. Peter hinaufzusteigen, um den Blick in die Alpen zu genießen.

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Je blauer der Himmel, umso heller strahlen die Figuren im Giebeldreieck des Nationaltheaters.

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