Wer sich nach schönem Wetter sehnt, dem gönne ich es von Herzen. Ich wünsche mir einfach nur ein paar Tage ohne Wecker, ohne PC, ohne Buchführung … und so spricht mir Joachim Ringelnatz wieder mal aus der Seele! :-)

Ein Pfingstgedichtchen will heraus
Ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
Ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
Mich stört`s nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
Der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
Wie Hühner Eier legen,
Und gehe festlich und geschmückt —
Pfingstochse meinetwegen —
Dem Honorar entgegen.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

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